Aus den Pressebesprechungen

Bekannte deutsche Schiedsrichter erzählen persönliche Erlebnisse zum Schmunzeln und Nachdenken: Urteil: Herrlicher Lesestoff.

Aus:    Sport-Bild Nr.34/1999


Dikty hat sich in vier Jahrzehnten als Freund der Schiedsrichter einen Namen gemacht. Mit der Zeit hat er die Unparteiischen kennengelernt- und sie ihn.

Was als Hobby anfing, hat sich mittlerweile zur Besessenheit entwickelt, wie er es nennt.

In seinem Keller findet sich eine Art Museum der deutschen Schiedsrichtergeschichte: Aktenordner mit Autogrammen, Bildern und  Souvenirs.

Nach seiner Pensionierung konnte er sich einer neuen Aufgabe widmen, zu der ihn seine Freunde mit der Pfeife angeregt haben.“ Lauf nicht wie ein Schiedsrichterlexikon herum, sondern bringe dein Wissen doch zu Papier“, hätten ihm viele Unparteiische geraten. Gesagt, getan. Nun ist sein 330 Seiten starkes Buch erschienen. Damit sollen Ereignisse und Namen in die Erinnerung zurückgerufen werden, die auch jene interessieren, die sonst auf die Männer in schwarz pfeifen.

Von A ( wie Ahlenfelder ) bis Z ( wie Zerr ), werden alle Schiedsrichter portraitiert. Darunter auch die Bekanntesten der Vorkriegsära sowie der ehemaligen DDR.

Neben unvergesslichen Entscheidungen kommen die Beschriebenen auch selbst zu Wort. So berichtet Bernd Heynemann von der WM in Frankreich, Manfred Roßner und Klaus Peschel schildern die Probleme von DDR-Schiedsrichtern bei Einsätzen im kapitalistischen Westen. Besprochen wird auch die Frage, ob Frauen die besseren Schiedsrichter sind- verfasst von der FIFA-Schiedsrichterin Elke Günthner.

Der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission  des Deutschen Fußballbundes, Volker Roth, Duzfreund des Autors bespricht das Nachschlagewerk in der Schiedsrichterzeitung und kommt zum Schluss: "Jeder, der sich für die Schiedsrichter interessiert, muss dieses Buch kaufen".

Sebastian Bellwinkel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Nr.191/1999


Was für ein Titel! Gleichwohl Nostalgie. Deshalb, weil dieser Zuruf an den Unparteiischen heute kaum noch zu hören ist, sondern durch drastischere, um nicht zu sagen unverfrorene Ausdrücke abgelöst wurde. Leider.

Gotthard Dikty hat diesen Titel für sein Buch mit Bedacht gewählt, da seine Liebe den Schiedsrichten  gilt. Gibt es in diesem Zusammenhang so etwas wie Liebe, wenn Schiedsrichtern heute oftmals nicht einmal Achtung, geschweige denn Anerkennung entgegengebracht wird?

Wer Gotthard Dikty vor oder nach Spielschluss am Eingangs- bzw. Ausgangstor des Flinger Broich oder dann im Rheinstadion in Düsseldorf auf das Schiedsrichtergespann hat warten sehen, um mit ihnen zu sprechen, wird mir recht geben: Glücklicherweise gibt es Menschen, die die sportliche Leistung von Schiedsrichtern erkennen und vor allem auch anerkennen. Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass unser Slogan “Ich bin gerne Schiedsrichter“ seine Berechtigung hat.

Gotthard Dikty hat sein Buch über deutsche Spitzenschiedsrichter in sechs Kapitel eingeteilt:

1)    Grundsätzliches zum Thema Schiedsrichter

2)    Schiedsrichter erzählen

3)    Portraits bekannter deutscher Schiedsrichter

4)    Die Schiedsrichter des Jahres ( 1975-1998 )

5)    Einsätze bei A- Länderspielen und Europapokalspielen

6)    Übersichten und Statistiken

Dieses Buch lässt sich angenehm und unterhaltend lesen. Sein Inhalt ist von Respekt und Freundschaft zu den Schiedsrichtern geprägt. Die entscheidende Botschaft ist, dass Fußball ein einfaches Spiel  ist , das von Menschen gespielt wird und das von Fehlern lebt. Von Fehlern aller Beteiligten. Also auch der Schiedsrichter. Viele Anekdoten, Erlebnisse, aber auch Lebensweisheiten zeigen auf, dass Spitzen-Schiedsrichter mitten im Leben stehen, dass sie ganz normale Menschen sind und nicht   - wie es von Kritikern fälschlicherweise behauptet wird -   arrogante, selbstherrliche Machtmenschen.

Auch Kritikern sei diese Hommage an den deutschen Schiedsrichter zum Lesen empfohlen, da sie ihr falsches Bild   - so sie denn wollen -  danach korrigieren werden.

Mein Urteil: 330 lesenswerte Seiten!

Volker Roth in Schiedsrichterzeitung Februar 1999